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Mehrere Mitglieder der Prostata Selbsthilfe Essen e.V. machen
eine Therapie gegen den Prostatakrebs, indem sie als Nahrungsergänzung
MCP einnehmen. Alle haben Prostatakrebs, sie sind teils operiert und der
Krebs ist fortgeschritten, teils nicht operiert.
Von der Therapie wird eine dreifache Wirkung erwartet:
1. die Verankerung von Krebszellen an der Gefäßwand
und
2. das Zusammenklumpen von Krebszellen wird verhindert, (also die beginnende
Metastasenbildung)
3. die Apoptose der Krebszellen wird eingeleitet.
Die Therapie wird betreut von Dr. Gabrys, Oberarzt der Sonnenberg-Klinik,
37242 Bad Sooden Allendorf.
Am PSA Abfall soll die Wirksamkeit der Einnahme von MCP dokumentiert werden.
Ganz aktuell möchte ich meinen PSA
Verlauf der letzten 3 Jahre abbilden.
Seit Dezember 2004 nehme ich täglich 10 g MCP ein und kann einen
eindeutigen PSA - Abfall feststellen. Ich bin gespannt auf meinen PSA
Wert im Oktober. Ist ein weiteres Absinken möglich?
Ich werde mit Ablauf des Jahres 2005 MCP absetzen. Spannend ist die Frage:
Steigen die PSA Werte wieder auf das alte Niveau oder pendeln sie auf
einem abgesengtem Plateau ein??
Auch 3 Monate nach Absetzen von MCP ist der PSA-Wert weiter gefallen!
H. Davidheimann
Hinweis: weitere Informationen unter
Heinz D. in "Betroffene berichten".
Was ist MCP?
MCP gehört zur großen chemischen Gruppe der Pectine: dies sind
pflanzliche Polysaccharide, d. h. großmolekulare Zuckerverbindungen,
die vor allem aus Äpfeln und Zitusfrüchten gewonnen werden.
Durch Einwirkung von Enzymen, kann die zum Teil erhebliche Molekülgröße
reduziert werden bis zu einer Größe, die eine Aufnahme dieser
dann modifizierten Citruspectine (MCP) im Darm ermöglicht. Diese
MCP entfalten dann ihre biologische Wirkung.
Welche Vorstellungen existieren vom Wirkmechanismus von MCP?
Hier ist der begriff der Adhäsionsmoleküle von großer
Bedeutung. Es handelt sich hierbei um Oberflächenstrukturen auf Tumorzellen,
die zum einen eine Zusammenlagerung von Tumorzellen zu größeren
Zellverbänden ermöglichen, zum anderen erleichtern diese Adhäsionsmoleküle
ein Haftenbleiben der Tumorzellen an einer Gefäßwand, was die
Voraussetzung dafür ist, dass diese Tumorzelle dann in der Folge
die Gefäßwand durchdringen, ins Gewebe einwandern, sich dort
festsetzen und ein neues Wachstum beginnen kann. Dies sind die ersten
Schritte einer Metastasenbildung.
Beim Prostatakarzinom spielt ein Adhäsionsmolekül eine ganz
entscheidende Rolle, das Galaktin-3, das die vorgenannten Mechanismen
wie Zusammenklumpung der Tumorzellen und Verankerung an der Gefäßwand
in besonderer Weise ermöglicht.
Es gibt Hinweise, dass MCP dieses Galaktin-3 beeinflusst, quasi überdeckt,
so dass die Fähigkeit der Tumorzellen zur Aggregation und zum Haften
bleiben an der Gefäßwand vermindert und damit also eine Metastasierung
erschwert wird.
Als dritter Wirkmechanismus wird vermutlich die Apoptose in der Tumorzelle
angeregt, d.h. ein Anstoßen des programmierten Zelltodes in der
Tumorzelle.
Die Verträglichkeit von MCP ist nach bisherigen Beobachtungen gut,
besonderes Augenmerk sollten Patienten mit einer bekannten Herzschwäche
auf Symptome wie Luftnot oder Ödemneigung legen, da MCP relativ natriumreich
ist, was zu einer Herzbelastung führen kann.
Die Substanz selbst ist leicht einzunehmen, es handelt sich um ein kristallines
Pulver, das in Flüssigkeiten gelöst eingenommen wird.
Dr. Gabrys
Weitere Informationen
zu MCP
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